Vergleichst Du Dich mit den Richtigen?

vergleichst-du-dich-mit-den-richtigen-bildEs gibt immer Menschen, die schlechter sind, als man selbst. Sie sind fauler, erreichen weniger, interessieren sich für nichts, kümmern sich nur um sich selbst und haben keine Ansprüche – weder an sich, andere, noch an ihr Leben.

Zu gerne vergleichen wir uns mit diesen Menschen, wenn wir uns gut fühlen und uns selbst sagen wollen: „Siehst Du, Du warst doch fleißig!“

Doch jetzt mal ernsthaft.

Wer sich mit jemandem vergleicht, der weniger Fähigkeiten, Disziplin und Ehrgeiz besitzt, wird sich immer klein halten und nie herausfinden, wozu er wirklich fähig ist. Er unterdrückt seine Leidenschaft, Leistung und Motivation, weil er zufrieden ist, besser als „die anderen“ zu sein.

Klar kann es sein, dass man heute mehr gelesen oder gelernt hat, als der Nachbar. Doch wenn der Nachbar ein Buch im Halbjahr liest, ist das ein schwacher Vergleich und nichts wert.

Sicher mag es sein, dass man sportlicher ist, als der Bekannte. Falls derjenige aber ohnehin keinen Wert auf seine Gesundheit und Fitness legt, ist das kein Wunder.

Möglicherweise verdient man mehr, als die gleichaltrigen Freunde. Doch wenn diese nur durchschnittliche Ziele haben und mit normalen finanziellen Verhältnissen zufrieden sind, ist Dein höherer Verdienst kein Grund, um sich auszuruhen.

Wer tatsächlich viel im Leben vor hat, darf sich niemals mit Menschen vergleichen, die weniger ambitioniert und zielstrebig sind, als er selbst. Dadurch bekommt man nur den falschen Eindruck von seinen Leistungen und Fähigkeiten.

Du solltest Dir Vorbilder oder Gleichgesinnte suchen, die Dich weiter voran bringen und mehr schaffen, als Du. Diese Vorbilder schmunzeln nur, wenn Du ihnen davon erzählst, wie viele Bücher Du gelesen, welche Dinge Du erreicht und wie Du Deine Zeit genutzt hast.

Diese Vorbilder zwingen Dich zu unfassbarer Produktivität und bringen Dich psychisch auf ein Niveau, das mit dem durchschnittlich ehrgeizigen Menschen nicht vergleichbar ist.

Natürlich sollst Du Deine Meilensteine und Fähigkeiten schätzen. Ruhe Dich aber nie wieder darauf aus, dass Du mehr getan hast, als jemand anderes.

Das ist das Geheimnis für grenzenloses Wachstum und die ständige Weiterentwicklung Deiner Fähigkeiten.

Foto: mark sebastian


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Kommentare

  1. Liv meint

    Während ich den Artikel las, dachte ich sehr oft: Wie wahr, wie wahr. Ich meine aber, dass man automatisch höhere Ansprüche hat, was seine persönlichen Stärken betrifft, und weniger Ansrpüche bei seinen Schwächen, wobei man doch gerade bei diesen einen besonderen Ehrgeiz braucht, um wirklich voranzukommen und es sich nicht nur einzureden. Also bedanke ich mich für den Artikel, da ich nun auch mal darauf achten kann, dass meine Schwächen ein wenig gefordert werden!

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    Michael S. | Antwort vom 28 Juni 2012, 09:35:

    Hallo Liv! Freut uns, dass Dir der Beitrag gefällt. Es war uns sehr wichtig, über diese Tatsache mal zu berichten. Immerhin ist es uns schon sehr häufig aufgefallen, wie andere “wenigstens kann ich dies uns jenes schon sehr gut, und er noch nicht” gesagt haben. Ist doch verständlich, dass sich etwas im Inneren danach zurücklehnt und anschließend weniger Ehrgeiz zeigt. Stärken und Schwächen spielen auch eine Rolle, vielmehr wollten wir damit aber sagen, dass es halt sinnvoller wäre, sich mit erfolgreicheren zu messen.

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  2. meint

    Ja, das stimmt. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann müssen wir uns an den besten und erfolgreichsten Vorbildern messen. Ich persönlich konzentriere mich bewußt auf den Ausbau meiner Stärken – weshalb habe ich gerade in meinem Blog behandelt…
    Was ich aber bei den Themen vergleichen, weiterentwicken, Stärken ausbauen etc. ebenfalls wichtig finde, ist Erfolge zu feiern und sich gezielt Bereiche zur Entwicklung zu suchen. Klar, nach dem Erfolg geht es weiter und ich gehe das nächste Ziel an. Aber: Ausruhen und den Erfolg genießen muss auch sein. Sonst sind die Batterien irgendwann leer und die Motivation fehlt bzw geht verloren. Daher auch das Konzentrieren auf gewisse Bereiche. Wer sich auf alles stürzt brennt nachher an zu vielen Enden – und brennt aus. Zumindest ist das meine persönliche Erfahrung zum Thema :)

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  3. 20Bareclona10 meint

    Ein sehr interessanter und auch motivierender Artikel. Es ist ungeheuer faszinierend, aus psychologischer Sicht einmal zu betrachten, wie sich das soziale Umfeld auf einen Menschen auswirkt.
    Was mir jedoch nicht gefällt, ist die scheinbare die Unterdrückung der eigenen, bei jedem Menschen vorhandenen Schwächen. Dies ist erst mal schlicht unmöglich, da sie nun mal jeder besitzt, und kann zudem in jener Spirale enden, in der man sich nur noch anhand seiner Erfolge wertet, sich noch mehr bemüht und man letztendlich an Grenzen stößt. Folglich können sich leichter Minderwertigkeitskomplexe bilden, schlimmstenfalls Depressionen. ‘Stronger-better-faster-harder-higher’ – das ‘Motto’ unserer Wirtschaft, entstanden aus den Ängsten vor Armut gepaart mit Ehrgeiz, es zu etwas zu bringen. Vielleicht sollte man nur ein wenig mehr auf Nachhaltigkeit setzen, denn schneller als gedacht kann es zum Kollaps kommen. Aber das ist nun mal etwas urmenschliches; Ausprobieren, eine vermeintliche Lösung finden, sie wieder überdenken und vielleicht einen komplett neuen Weg einschlagen. *
    Um wieder auf den Artikel zurückzukommen; Mir persönlich kommt es so vor, als ob jene ‘faulen’ Menschen angeprangert , wenn nicht -überspitzt ausgedrückt- gar diskriminiert werden. Leider ist es meiner Meinung nach noch einer der größten Fehler unserer Gesellschaft, diese vermeintlich schwachen Menschen von oben herab zu betrachten, anstatt sie angemessen zu fördern, da sie oft durchaus nicht dumm sind, sondern nur das Pech hatten bzw haben, nicht entsprechend gefördert zu werden. Eine guter Schachzug wäre es stattdessen, ihnen zu helfen, einen Anstoß zu geben.
    Ob dies so vom Autor gedacht ist oder nicht, kann nur er selbst beantworten und ich möchte noch einmal betonen, dass ich nur meine Meinung widergebe und damit das, was ich aus dem Artikel heraus verstanden habe.

    *„Die Wissenschaft von heute ist der Irrtum von morgen.“ Jakob von Üxküll (1864-1944)

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    Artur N. | Antwort vom 2 Juli 2012, 11:18:

    Hallo und vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Auch wir finden, dass sich das soziale Umfeld sehr stark auf die eigene Entwicklung auswirkt. Genau aus diesem Grund sollte man sich sehr gut überlegen, mit welchen Menschen man sein Leben verbringt und ob diese hinderlich oder förderlich für die eigenen Visionen, Ideen und Träume sind. Wir verfolgen die Philosophie, dass jeder Mensch sich seinen Stärken widmen und diese so gut er kann ausbauen sollte. Wer sein Leben den eigenen Schwächen widmet hat viele Nachteile: Zum einen macht es überhaupt keinen Spaß immer wieder fehlzuschlagen und Niederlagen ertragen zu müssen. Außerdem kann ein Mensch mit seinen Schwächen niemals dasselbe Level erreichen, wie mit seinen Stärken. Aus diesem Grund finde ich es am spannendsten und effektivsten Menschen um sich zu haben, die einem bei der Weiterentwicklung der eigenen Stärken helfen können.

    Die “better-faster-stronger” Gesellschaft ist in meinen Augen nicht schädlich. Klar gibt es Individuen, die nicht damit zurechtkommen und sich überschätzen, was in Burn-Out, Depressionen und psychischen Problemen resultieren kann. Trotzdem: Diese Einstellung hat immerhin dafür gesorgt, dass wir technologische, medizinische und wirtschaftliche Fortschritte machen.

    Zum anderen Punkt: Sicher, viele Menschen, die von der Gesellschaft als dumm betrachtet werden sind es nicht oder können mit der richtigen Förderung bei ihrer Entwicklung unterstützt werden. Doch gleichzeitig gibt es auch sehr viele Menschen, die nicht lernwillig sind und nach “nichts” streben. Ich persönlich bin nicht bereit, meine Lebensqualität in so ein soziales Umfeld zu investieren. Nur wer Leidenschaft, Willen und einen gewissen inneren Trieb hat – auch wenn er bisher nicht die nötigen Mittel und Fähigkeiten besitzt – sollte gefördert und unterstützt werden.

    Viele Grüße

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  4. meint

    Sehr wahr, das Prinzip “sich nur mit noch besseren messen”
    sollte jeder verinnerlichen, um sich selbst WIRKLICH weiter-
    zuentwickeln.

    Ich persönlich vergleiche mich stets zusätzlich mit meinem
    “alten” Ich: Wie fit war ich vor einem Jahr? Welche wirtschaft-
    lichen und persönlichen Erfolge hatte ich noch vor einem Jahr
    vorzuweisen?

    Damit kommt man sich selbst sehr schnell auf die Schliche
    und bemerkt frühzeitig, wenn man einen Rückschritt macht.

    Mit dieser Methode registriert man ebenfalls das Aufgeben
    von Freiheiten, die man sich vorher erarbeitet hat und kann
    vorher handeln.

    Selbstverwirklichung und vergrößern meiner Freiheiten,
    sowohl der finanziellen, als auch der gesellschaftlichen,
    habe ich mir deshalb zur Lebensaufgabe gemacht.

    Es ist gleichwohl mehr eine spaßige Herausforderung, als
    eine “Aufgabe” ;-)

    Ist eigentlich auch ein wertvoller Tipp für jeden, der das hier
    liest: Betrachte dein Leben IMMER als Abenteuer mit tausen-
    den Schätzen, die von dir nur noch entdeckt werden wollen :-)

    Beste Grüße!

    Tim

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    Michael S. | Antwort vom 5 Oktober 2012, 12:47:

    Hallo Tim!
    Vielen Dank für Deinen Kommentar! Sich selbst als Referenz zu nehmen ist auch eine sehr gute Idee. Ich habe das noch nie getan, aber wenn ich jetzt so nachdenke, freue ich mich sehr über meine Fortschritte :). Und wie Du auch schon erwähnt hast, sollte man das Leben wirklich wie ein Abenteuer sehen. Schließlich ist das Leben auch ein Abenteuer…
    Viele Grüße! Michael

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  5. meint

    Ich vergleiche mich nur mit Einer: der, die ich in Zukunft sein möchte :-)
    Aber interessantes Thema, gut dass es mal angesprochen wird!

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    Michael S. | Antwort vom 6 November 2012, 12:12:

    Hallo Lisa! Danke für Dein Kommentar. Sich selbst als Vergleichsperson zu nehmen ist eine sehr clevere Sache. So verbessert man sich wirklich immer weiter ;)
    Viele Grüße, Michael Schmidt

    » Antworten

  6. meint

    @ Lisa: Danke!

    Muss man sich tatsächlich ständig mit irgendwem vergleichen? Reicht es nicht, wenn man sich an seinen eigenen Zielen und Werten misst? Was will ich selbst und bin ich auf dem richtigen Weg dahin? Ich finde es eher kritisch, wenn man sich durch Vergleiche mit anderen motivieren will. Die eigneen Ziele sollten eigentlich Motivation genug sein, und als Messlatte dienen diese auch.

    http://freilaufmenschen.com/vergleiche-der-beginn-der-unzufriedenheit/

    Immer höher, immer weiter, immer schneller? Wo rennt ihr denn alle hin?

    » Antworten

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